Ich erinnere mich gern an diese Anfangszeit mit ihrer politischen Kultur, die aus den Ereignissen des Herbstes 1989 resultierte, zurück. Trotz unterschiedlicher Vorstellungen ging es vor allem darum, gemeinsam ein Machtvakuum auszufüllen und eine parteiübergreifende Verständigung über die künftige Entwicklung unseres Landes zu erreichen. Dies beinhaltete den achtungsvollen Umgang mit der Persönlichkeit und der Meinung des Andersdenkenden. Diesen sachlichen Diskurs vermisse ich jetzt mitunter.

 

Ich wünsche der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Sächsischen Landtags, denen ich mich kollegial und persönlich gleichermaßen verbunden fühle, die ihr gebührende politische Akzeptanz sowie gesellschaftliche Resonanz und bedanke mich auch im Namen der Abgeordneten des Sächsischen Landtages für ihr bisheriges engagiertes Wirken für unser Land und unsere freiheitliche parlamentarische Demokratie.

 

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Erich Iltgen

Präsident des Sächsischen Landtages

Grußwort des Präsidenten des 1. bis 4. Sächsischen Landtags

Ich freue mich, dass sich Abgeordnete, die nicht mehr unserem Parlament angehören, in der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Sächsischen Landtages zusammengefunden haben. Diese wurde am 15. September 1994 ins Leben gerufen, um Gemeinsamkeiten zu pflegen und die Verbindung untereinander sowie mit den jetzt gewählten Volksvertretern zu fördern. Sie kann ehemaligen Abgeordneten aber auch ermöglichen, ihre Erfahrungen im Dienst der parlamentarischen Demokratie weiterzugeben und so Impulse für die Gestaltung und Entwicklung unseres Gemeinwesens geben.

Dies gilt in besonderem Maße für alle Abgeordneten, die unserem Landesparlament seit 1990 angehört haben und damit zu den maßgeblichen Begründern und Gestaltern der freiheitlichen demokratischen Ordnung im Freistaat Sachsen nach der friedlichen Revolution gehören.
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