Ich erinnere mich gern an diese Anfangszeit mit ihrer politischen Kultur, die aus den Ereignissen des Herbstes 1989 resultierte, zurück. Trotz unterschiedlicher Vorstellungen ging es vor allem darum, gemeinsam ein Machtvakuum auszufüllen und eine parteiübergreifende Verständigung über die künftige Entwicklung unseres Landes zu erreichen. Dies beinhaltete den achtungsvollen Umgang mit der Persönlichkeit und der Meinung des Andersdenkenden. Diesen sachlichen Diskurs vermisse ich jetzt mitunter.
Ich wünsche der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Sächsischen Landtags, denen ich mich kollegial und persönlich gleichermaßen verbunden fühle, die ihr gebührende politische Akzeptanz sowie gesellschaftliche Resonanz und bedanke mich auch im Namen der Abgeordneten des Sächsischen Landtages für ihr bisheriges engagiertes Wirken für unser Land und unsere freiheitliche parlamentarische Demokratie.
Erich Iltgen
Präsident des Sächsischen Landtages
